Seit 8000 Jahren trinken die Menschen Bier: auf einer Tontafel der Sumerer aus dem 4. Jahrtausend vor Christi wurde das älteste Bierrezept gefunden. Als Grundstoffe wurden Wasser und Brotgetreide - wilder Hafer und wilde Gerste - verwendet. Und: der Biergenuss war damals an ein religiöses Ritual gebunden.
Im Zuge der Kultivierung von Weizen und Gerste wurde das Brauen immer wichtiger. Die Babylonier perfektionierten die Braukunst und im alten Ägypten der Pharaonen galt Bier als Volksgetränk.
Auch noch im antiken Rom war Bier sehr beliebt. Mit der Übernahme des Traubenanbaus aus Griechenland wurde in der Zeit um Christi Geburt das Bier verdrängt.
Nicht so bei den Germanen: sie brauten und tranken Bier schon seit etwa 800 v. Chr. Bis ins Mittelalter wurde in Deutschland Bier in den Haushalten gebraut. Bereits im 7. Jahrhundert fingen die Klöster mit Bierbrauen an, um für die Fastenzeit einen nahrhaften Trunk zu bekommen.
Das Bierbrauen entwickelte sich bei den Ordensbrüdern als bedeutende Einnahmequelle. Und so entstand der Bedarf, die Braukunst in geregelte Bahnen zu lenken, denn zu dieser Zeit wurde dem Bier noch allerlei verschiedenste Kräuter beigegeben.
Im April 1516 erließ darum Herzog Wilhelm IV. in Bayern, das berühmte Reinheitsgebot, das ausschließlich Wasser, Malz und Hopfen als Zutaten erlaubt.
Der 23. April wird deshalb als "Tag des Bieres" gefeiert. Die Wirkungsweise der Hefe war damals noch unerforscht. Im Jahre 1876 konnte Louis Pasteur in seinem Werk "Études sur la Bière" die biochemischen Grundlagen bei der Herstellung von Bier erklären.
Viel zu verdanken haben alle Biertrinker auch Carl von Linde, der im gleichen Jahr die erste funktionsfähige Kühlmaschine konstruierte. Mir ihrer Verwendung konnte die Herstellung von untergärigem Bier revolutioniert werden.
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